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    DIY: Kleine Tannenbäumchen nach alter Rechtschreibung

    16. Dezember 2018

    Die hübschen Papiertannen aus Origamiblüten sind im November entstanden, als ich verschiedene Mini-Bäume für einen weihnachtlichen Mischwald ausprobiert habe. Auf Leserwunsch habe ich jetzt Schritt-für-Schritt-Anleitung geschrieben. Du brauchst ein wenig Zeit, doch ansonsten sind sie ganz einfach nachzumachen.

    Ich verwende für diese Art Bäumchen am liebsten die Seiten eines veralteten Dudens. Das Papier ist schneeweiß und die schwarze Schrift bildet einen guten Kontrast. Die rot markierten Stellen wirken fast wie der passende Weihnachtsbaumschmuck. Und wenn die unbedruckten Ränder der Seiten bewusst berücksichtigt werden, erinnert das an einen tief verschneiten Winterwald.

     

     

     

    Bäumchen ganz einfach nachmachen

    Du brauchst dafür:
    • mindestens 12 alte Buchseiten
    • eine 1 – 2 cm dicke Scheibe von einem Ast mit weichem Kern (z. B. Holunder), Ø 3 – 4 cm
    • ein Stück Blumensteckdraht (alternativ ist ein Schaschlickspieß)
    • Schere
    • Bleistift & Lineal
    • Wäscheklammern
    • Seitenschneider oder Kneifzange
    • Holz- oder Bastelleim

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    Schritt-für-Schritt-Anleitung für 3 verschieden große Origamiblüten

    Vielleicht kennst du die Blüte und hast sie vielleicht schon gefaltet? Im Web findest du dazu auch foto- oder videobasierte Anleitungen.

     

    Du musst zunächst kleine Quadrate aus den Buchseiten ausschneiden. Damit sie auch wirklich richtig quadratisch sind, arbeitest du am besten mit Schere und Bleistift.

     

    7 Stück à 9 x 9 cm

    6 Stück à 7,5 x 7,5 cm

    5 Stück à 6 x 6 cm

     

    Und los geht es mit Falten:

     

    Schritt 1:

    Das Papier einmal diagonal falten, so dass ein Dreieck entsteht.

    Schritt 2:

    Das Dreieck liegt mit der rechtwinkligen Spitze nach oben vor dir. Falte die rechte und die linke Spitzen jeweils zur Mitte  und genau auf die rechtwinklige Spitze.

    Schritt 3:

    Falte die beiden Spitzen von oben so zur Seite, dass  jeweils die mittlere Kante auf die untere äußere Kante trift.

    Schritt 4:

    Öffne die letzten beiden Faltungen etwas indem du die Spitzen leicht nach oben ziehst und mit dem Finger hineinfährst. Drücke jedes  Seite flach, so dass  sich rechts und links  je eine Raute ergibt.

    Schritt 5:

    Falte die oberen Spitzen der Rauten entlang der darunterliegenden Kanten nach unten.

    Schritt 6:

    Falte die äußeren Spitzen der beiden Rauten jeweils entlang der vorhandenen Falz nach innen, so dass sie genau auf den beiden inneren Spitzen liegen.

    Schritt 7:

    Wenig Leim auf ein äußeres Dreieck streichen und dieses dann deckungsgleich auf das linke äußere Dreieck drücken. Achte unbedingt darauf, dass du nur die beiden äußeren Dreiecke zum Trocknen zusammenpresst, der andere Teil muss seine Rundung behalten.

    Damit das Blütenblatt nicht die ganze Trockenzeit gehalten werden muss, kann eine Wäscheklammer verwendet werden.

    Die Schritte 1 bis 7 müssen für jedes einzelne Quadrat durchgeführt werden bis 18 einzelne Blütenblätter fertig sind.

    Schritt 8:

    Dieser Schritt wird nur für die Blütenblätter aus den 7,5 cm und 6 cm großen Quadraten durchgeführt.

    Schneide von der oberen Spitze der geklebten Fläche ein kleines Dreieck ab, dass bei allen Blütenblättern einer Größe gleich groß ist.

    Schritt 9:

    Klebe alle Blütenblätter einer Größe jeweils zu einer geschlossenen Blüte zusammen. Bestreiche dafür immer einen Strich Lehm entlang des Falzes eines Blütenblattes und klebe das nächste daran. Wiederholen Sie den Schritt mit den restlichen Blütenblättern, indem Sie alle im Kreis zusammenkleben.

    Auch hier können für die Trockenzeit die Wäscheklammern genutzt werden.

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    Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Zusammenkleben des Bäumchens

     

     

    Das Gros der Arbeit ist getan. Die drei Origamiblüten bilden die Baumkrone. Jetzt müssen die Teile nur noch zusammengesetzt und verleimt werden.

     

     

     

    Schritt 10:

    Stecke den Blumendraht in die weiche Mitte der Astscheibe. Falls du keinen Ast mit weichem Kern gefunden hast, musst du ein winziges Loch bohren. Tipp: Falls sich der Draht beim weiterarbeiten etwas lockert, kannst du ihn mit etwas Leim ganz zum Schluss im Loch festkleben. 

     

     

    Schritt 11:

    Überlege dir, wie lang der Stamm sein soll, der unter der Baumkrone hervorschaut. Dieses Stück des Drahtes bleibt frei. Den oberen Rest beklebst die mit Papier. Wickele dafür einen Papierstreifen um den Draht.

     

    Schritt 12:

    Schiebe die drei Origamiblüten der Größe nach mit der Spitze nach oben zur Probe auf den Draht und kürze den Draht bei Bedarf. Dann schiebe die Blüten wieder herunter.

     

     

     

     

    Schritt 13:

    Bestreiche den unteren Teil der Papierummantelung kräftig mit Leim ein und schiebe die größte Origamiblüte darüber. Warte bis der Leim angetrocknet ist.

     

     

     

     

    Schritt 14:

    Bestreiche das restliche Stück der Papierummantelung und auch die Spitze der der ersten Blüte mit Leim und schiebe zunächst die mittlere Blüte auf den Draht. Auch hier kommt auf die Spitze etwas Leim bevor du die kleinste Blüte auf den Draht schiebst.

     

     

     

     

    Trocknen lassen und FERTIG!

     

    Du siehst, so kompliziert ist dieses kleine Weihnachts-DIY nicht. Wenn du

    Spaß daran hast, baue dir doch einen schönen Winterwald auf.

     

    Ich wünsche dir viel Spaß dabei sowie einen besinnlichen 3. Advent.

     

     

     

     

     

    PS: Diese Anleitung lässt sich super variieren. Allein durch die Höhe des Stammes erzielst du ganz unterschiedliche Wirkungen. Oder du fügst eine weitere Blüte hinzu. Willst du das Bäumchen anhängen, lässt du den Stamm und die Holzscheibe weg und klebst stattdessen einen dünnen Wickeldraht in die Mitte der Blüten, an den du am oberen Ende eine Öse biegst.

     

     

     

     

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